Es war heiß, einfach nur heiß! Die Sonne brennt auf das Hallendach, selbst der Boden ist aufgeheizt wie heißer Sand in der Wüste. Jeder Schütze, der bei dieser Hitze angetreten ist, hat in meinen Augen eine Medaille verdient.

Dem Wetter entsprechend gab es etliche Absagen.

Das Yawatashi wurde von Felix geschossen, 1. Kaizoe Shige, 2. Kaizoe Stefan.

Bei den Sempai Meisterschaften sind dann auch nur sieben angetreten, von den vier gemeldeten hessischen Sempai haben drei hitzebedingt abgesagt, und so hat nur Tobias die hessische Fahne hoch gehalten. Gewonnen hat Markus Hanssler aus Niedersachsen, zweiter Platz geht an Shigeyasu Kameo aus NRW, dritter Platz Feliks Hoff aus Hamburg.

30 Schützinnen und Schützen traten anschließend zur Deutschen Einzelmeisterschaft an. Unsere fünf Teilnehmer aus Hessen, alle aus Frankfurt, schlugen sich großartig durch die Vorrunde. Bei der Stilwertung erreichten Nobue Platz zwei, Anna Platz drei, Jan Platz vier und Daniele Platz 9.
In der Endrunde gab es dann ein spannendes Stechen: Hessen gegen Hessen um den zweiten Platz, Anna unterlag Jan nur um wenige Zentimeter beim Enkin und erreichte den dritten Platz, Jan auf Platz zwei. Sieger ist Bernhard Weller aus Baden-Württemberg.

Ein skurriler Moment: als der schwitzende Kampfrichter Stefan Brendel das Thermometer hochhielt und verkündete: wir haben die 40 Grad geknackt! Ein fragwürdiger Rekord…

Am Sonntag traten Teams aus sieben Bundesländern an den Start, auch da gab es Absagen wegen zu großer Hitze. Dem hessischen Team rann der Schweiß, es teilt sich den vorletzten Platz mit Berlin. Sieger wurde die Mannschaft Bayern, gefolgt von Nordrhein-Westfalen und Hamburg.

Die Karlsruher Helfer haben ein wunderbares Buffet für die Schützinnen und Schützen gezaubert, die Getränke konnten kaum so schnell kühlen wie sie getrunken wurden.
Auch für die Kampf- und Wertungsrichter war eine Veranstaltung unter diesen Bedingungen grenzwertig, immerhin gestatteten sie sich, statt Kimono den Keiko-Gi zu tragen.

Ich kann für alle Teilnehmerinnen, Schützen, Helferinnen und Kampfrichter nur hoffen, dass die Deutschen Meisterschaften in Zukunft in die kühlere Jahreszeit verlegt werden, denn kälter werden die nächsten Sommer bestimmt nicht. CS